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|---|---|---|---|---|---|---|
6640-0-1 | Gutenberg | 9,983 | Da lernten sie aber nicht viel Gutes; Lesen und
Schreiben konnte er selbst nicht, und seine beiden trefflichen Söhne
sollten sich auch nicht die Zeit damit verderben; aber schon in ihrem
zehnten Jahre konnten sie so gräßlich fluchen wie ihr Vater, fingen mit
jedem Händel an, vertrugen sich unter sich selbst so schlecht... | 1,955 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_500 | 324 |
6640-0-1 | Gutenberg | 9,983 | „Der dumme Kuno“, so nannte diese den armen Knaben,
weil er nicht so wild und ausgelassen war wie ihre Söhne, „der dumme
Kuno ist ohnedies reich genug durch das, was er von seiner Mutter
erbte, und er soll auch noch das schöne, reiche Zollern haben? Und
meine Söhne sollen nichts bekommen als jeder eine Burg, zu welcher... | 2,455 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_501 | 399 |
6640-0-1 | Gutenberg | 9,983 | „Ei, der wird uns
die Ehre antun, uns zu sich einzuladen, und die schöne Sänfte hat er
für mich mitgebracht, um mich abzuholen nach Hirschberg; nein, soviel
Güte und Lebensart hätte ich meinem Herrn Sohn, dem dummen Kuno, nicht
zugetraut; eine Höflichkeit ist der andern wert, lasset uns
hinabsteigen an das Schloßtor, i... | 1,995 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_502 | 334 |
6640-0-1 | Gutenberg | 9,983 | „Wie geht es denn
auf Hirschberg? Kann man sich dort eingewöhnen? Und gar eine Sänfte hat
man sich angeschafft? Ei, und wie prächtig, es dürfte sich keine
Kaiserin daran schämen; nun wird wohl auch die Hausfrau nicht mehr
lange fehlen, daß sie darin im Lande umherreist.“
„Habe bis jetzt noch nicht daran gedacht, gnädi... | 2,065 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_503 | 350 |
6640-0-1 | Gutenberg | 9,983 | Das hat er von seiner Mutter, die war
auch immer so gemein mit Kranken und schlechtem Gesindel; ach, sein
Vater würde sich im Sarg wenden, wüßte er es.“
„Ja“, setzte der kleine Schalk hinzu, „der Vater würde noch in der
Gruft sagen: „Weiß schon, dummes Zeug“.“
„Wahrhaftig! Da kommt er mit dem alten Mann und schämt si... | 2,352 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_504 | 392 |
6640-0-1 | Gutenberg | 9,983 | Sie waren zu stolz, um ohne Vorwissen ihres Bruders dort
zu fischen, und doch mochten sie ihm auch kein gutes Wort geben, daß er
es ihnen erlauben möchte. Nun kannte er aber seine Brüder, daß ihnen
der Teich am Herzen liege; er lud sie daher eines Tages ein, mit ihm
dort zusammenzukommen. Es war ein schöner Frühlingsmo... | 2,377 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_505 | 395 |
6640-0-1 | Gutenberg | 9,983 | „Ja, freilich“, lachte der kleine Schalk, „er ist ja gar fromm und
gottesfürchtig, der Herr Bruder, und hält das Würfelspiel für eine
Todsünde; aber ich will euch was anders vorschlagen, woran sich der
frömmste Klausner nicht schämen dürfte. Wir wollen uns Angelschnüre und
Haken holen; und wer diesen Morgen, bis die Gl... | 2,290 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_506 | 384 |
6640-0-1 | Gutenberg | 9,983 | Wie solltest du denn, dummer Kuno, mehr Fische fangen in
einer Stunde als ich in einem Jahr?“
„Ja, ja, jetzt erinnere ich mich“, fuhr der kleine Schalk fort, „bei
der Frau Feldheimerin, bei der schnöden Hexe, hat er das Fischen
gelernt, und wir waren Toren, mit ihm zu fischen, er wird doch bald
Hexenmeister werden.“
... | 2,328 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_507 | 391 |
6640-0-1 | Gutenberg | 9,983 | Dieser Knecht aber war seinem milden und frommen Herrn mehr zugetan als
dem bösen Grafen von Schalksberg; er fragte also eines Abends Frau
Feldheimerin teilnehmend nach dem Befinden seines Herrn, und als diese
sagte, daß es ganz gut mit ihm stehe, erzählte er ihr den Anschlag der
beiden Brüder und daß sie Freudenschüss... | 2,267 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_508 | 377 |
6640-0-1 | Gutenberg | 9,983 | Wie sie aber
über die Zugbrücke in den Schloßhof ritten, da schaute ihr Bruder
wohlbehalten und gesund zum Fenster heraus; aber Zorn und Unmut
sprühten aus seinen Blicken. Die Brüder erschraken sehr, als sie ihn
sahen, hielten ihn anfänglich für ein Gespenst und bekreuzten sich; als
sie aber sahen, daß er noch Fleisch ... | 2,356 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_509 | 386 |
6640-0-1 | Gutenberg | 9,983 | Graf Kuno
ließ sie bestatten, als ob sie nicht eine arme Frau, sondern seine
Mutter gewesen wäre, und es kam ihm nachher noch viel einsamer vor auf
seinem Schloß, besonders da der Pater Joseph der Frau Feldheimerin bald
folgte. Doch diese Einsamkeit fühlte er nicht sehr lange; der gute Kuno starb
schon in seinem achtun... | 2,391 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_510 | 386 |
6640-0-1 | Gutenberg | 9,983 | Da erstaunten nun die Brüder abermals, lachten aber nicht dazu, sondern
bissen die Zähne zusammen; denn sie konnten gegen Württemberg nichts
ausrichten, und so hatten sie das schöne Gut, Wald, Feld, die Stadt
Balingen und selbst den Fischteich verloren und nichts geerbt als einen
schlechten Hirschgulden. Den steckte Wo... | 2,415 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_511 | 395 |
6640-0-1 | Gutenberg | 9,983 | „Dummes Zeug!“ sagte
der von Zollern und ritt zerfallen mit sich und der Welt seinem Schloß
zu. „Das ist die Sage von dem Hirschgulden“, endete der Zirkelschmied, „und
wahr soll sie sein. Der Wirt in Dürrwangen, das nicht weit von den drei
Schlössern liegt, hat sie meinem guten Freund erzählt, der oft als
Wegweiser übe... | 2,011 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_512 | 330 |
6640-0-1 | Gutenberg | 9,983 | Aber so lasse ich mir in
keinem Wirtshaus ausbieten.“
Die Frau rollte zornig die Augen: „Meint ihr, ich werde wegen jedem
Lumpen von Handwerksburschen, wegen jedem Straßenläufer, der mir zwölf
Kreuzer zu verdienen gibt, meine Hausordnung ändern? Ich sag’ euch
jetzt zum letztenmal, daß ich den Unfug nicht leide!“
Noch... | 1,989 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_513 | 324 |
6640-0-1 | Gutenberg | 9,983 | Ist dies möglich, so
kehre ich zurück und hole euch nach.“ Die übrigen billigten diesen
Vorschlag, der Fuhrmann legte die Schuhe ab und schlich sich auf den
Zehen nach der Treppe; ängstlich lauschten seine Genossen oben im
Zimmer; schon war er die eine Hälfte der Treppe glücklich und unbemerkt
hinabgestiegen; aber als ... | 2,010 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_514 | 327 |
6640-0-1 | Gutenberg | 9,983 | Er erzählte von dem großen
Hund, der als Wache an der Treppe liege, von den Männern, die er
flüchtig gesehen, von allen Anstalten, die man gemacht, um sich ihrer
zu versichern, und schloß damit, daß er seufzend sagte: „Wir werden
diese Nacht nicht überleben.“
„Das glaube ich nicht“, erwiderte der Student, „für so töri... | 2,224 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_515 | 357 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Dort beschäftigen sich
die Leute gewöhnlich mit Glasmachen; auch verfertigen sie Uhren und
tragen sie in der halben Welt umher. Auf der andern Seite des Waldes wohnt ein Teil desselben Stammes, aber
ihre Arbeiten haben ihnen andere Sitten und Gewohnheiten gegeben als
den Glasmachern. Sie handeln mit ihrem Wald; sie fäl... | 2,494 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_516 | 391 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Mit diesen Waldgeistern soll einmal ein junger Schwarzwälder eine
sonderbare Geschichte gehabt haben, die ich erzählen will. Es lebte
nämlich im Schwarzwald eine Witwe, Frau Barbara Munkin; ihr Gatte war
Kohlenbrenner gewesen, und nach seinem Tode hielt sie ihren
sechzehnjährigen Knaben nach und nach zu demselben Gesch... | 2,536 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_517 | 397 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Der eine war ein
dicker, großer Mann mit rotem Gesicht und galt für den reichsten Mann
in der Runde. Man hieß ihn den dicken Ezechiel. Er reiste alle Jahre
zweimal mit Bauholz nach Amsterdam und hatte das Glück, es immer um so
viel teurer als andere zu verkaufen, daß er, wenn die übrigen zu Fuß
heimgingen, stattlich he... | 1,563 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_518 | 258 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Zwar hatten alle drei einen Hauptfehler, der sie bei
den Leuten verhaßt machte, es war dies ihr unmenschlicher Geiz, ihre
Gefühllosigkeit gegen Schuldner und Arme; denn die Schwarzwälder sind
ein gutmütiges Völklein; aber man weiß, wie es mit solchen Dingen geht;
waren sie auch wegen ihres Geizes verhaßt, so standen si... | 1,787 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_519 | 297 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Er dachte oft, ob er nicht diesen
oder jenen alten Mann fragen sollte, wie das Sprüchlein heiße; aber
immer hielt ihn eine gewisse Scheu, seine Gedanken zu verraten, ab,
auch schloß er, es müsse die Sage vom Glasmännlein nicht sehr bekannt
sein und den Spruch müssen nur wenige wissen; denn es gab nicht viele
reiche Leu... | 1,834 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_520 | 308 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Man schlug auch,
so hoch und prachtvoll dort die Tannen standen, ungern Holz in jenem
Revier; denn oft waren den Holzhauern, wenn sie dort arbeiteten, die
Äxte vom Stiel gesprungen und in den Fuß gefahren, oder die Bäume waren
schnell umgestürzt und hatten die Männer mit umgerissen und beschädigt
oder gar getötet; auch... | 2,495 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_521 | 396 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | „Warte, du kleiner Bursche“, rief er,
„dich will ich bald haben!“, sprang mit einem Satz hinter die Tanne,
aber da war kein Schatzhauser im grünen Tannenwald, und nur ein
kleines, zierliches Eichhörnchen jagte an dem Baum hinauf. Peter Munk schüttelte den Kopf; er sah ein, daß er die Beschwörung bis
auf einen gewissen ... | 2,278 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_522 | 377 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Draußen im Wald
heulte der Sturm und raste in den Tannen, man hörte da und dort sehr
heftige Schläge, und es schien oft, als ob ganze Bäume abgeknickt
würden und zusammenkrachten. Die furchtlosen Jungen wollten hinaus in
den Wald laufen und dieses furchtbar schöne Schauspiel mit ansehen, ihr
Großvater aber hielt sie mi... | 2,331 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_523 | 397 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Beim Baumschlagen
galt er für drei, und wenn sechs an einem Ende schleppten, trug er
allein das andere. Als er aber ein halb Jahr Holz geschlagen, trat er
eines Tages vor seinen Herrn und begehrte von ihm: „Hab’ jetzt lang
genug hier Holz gehackt, und so möcht’ ich auch sehen, wohin meine
Stämme kommen, und wie wär’ es... | 1,482 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_524 | 263 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Das Floß fuhr ab, und hatte der Michel früher die Holzhauer in
Verwunderung gesetzt, so staunten jetzt die Flözer; denn statt daß das
Floß, wie man wegen der ungeheuern Balken geglaubt hatte, langsamer auf
dem Fluß ging, flog es, sobald sie in den Neckar kamen, wie ein Pfeil;
machte der Neckar eine Wendung und hatten s... | 2,177 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_525 | 373 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Und nun setzten
sie sich mit Matrosen und anderem schlechten Gesindel in die
Wirtshäuser, verschlemmten und verspielten ihr Geld; den braven Mann
aber, der ihnen abgeraten, verkaufte der Holländer-Michel an einen
Seelenverkäufer, und man hat nichts mehr von ihm gehört. Von da an war
den Burschen im Schwarzwald Holland ... | 2,371 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_526 | 387 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Kohlenmunk-Peter hatte noch nie so schwere Träume gehabt wie in dieser
Nacht; bald glaubte er, der finstere, riesige Holländer-Michel reiße
die Stubenfenster auf und reiche mit seinem ungeheuer langen Arm einen
Beutel voll Goldstücke herein, die er untereinander schüttelte, daß es
hell und lieblich klang; bald sah er w... | 2,107 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_527 | 345 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | „Ich kann
singen, was ich will, und laß gleich meinen Arm los, oder—“
„Nein, sagen sollst du, was du gesungen hast!“ schrie Peter beinahe
außer sich und packte ihn noch fester an; die zwei anderen aber, als
sie dies sahen, zögerten nicht lange, sondern fielen mit derben Fäusten
über den armen Peter her und walkten ihn... | 2,199 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_528 | 367 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | „Guten Morgen, Landsmann“, antwortete Peter, indem er sich
unerschrocken zeigen wollte, aber heftig zitterte, „ich will durch den
Tannenbühl nach Haus zurück.“
„Peter Munk“, erwiderte jener und warf einen stechenden, furchtbaren
Blick nach ihm herüber, „dein Weg geht nicht durch diesen Hain.“
„Nun, so gerade just nic... | 2,223 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_529 | 361 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Lauf nicht so schnell, höre nur noch ein vernünftges Wort,
dort ist schon meine Grenze!“
Aber als Peter dies hörte und unweit vor ihm einen kleinen Graben sah,
beeilte er sich nur noch mehr, über die Grenze zu kommen, so daß Michel
am Ende schneller laufen mußte und unter Flüchen und Drohungen ihn
verfolgte. Der junge... | 2,067 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_530 | 342 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Er hatte ein feines, freundliches
Gesichtchen und ein Bärtchen so zart wie aus Spinnweben; er rauchte,
was sonderbar anzusehen war, aus einer Pfeife von blauem Glas, und als
Peter näher trat, sah er zu seinem Erstaunen, daß auch Kleider, Schuhe
und Hut des Kleinen aus gefärbtem Glas bestanden; aber es war
geschmeidig, ... | 2,117 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_531 | 349 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | „Ihr seid ein sonderbar Geschlecht, ihr
Menschen! Selten ist einer mit dem Stand ganz zufrieden, in dem er
geboren und erzogen ist, und was gilt’s, wenn du ein Glasmann wärest,
möchtest du gern ein Holzherr sein, und wärest du Holzherr, so stünde
dir des Försters Dienst oder des Amtmanns Wohnung an. Aber es sei: Wenn
d... | 2,337 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_532 | 386 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Eine gute Glashütte nährt auch
ihren Mann und Meister; nur hättest du Einsicht und Verstand dazu
mitnehmen können, Wagen und Pferde wären dann wohl von selbst
gekommen.“
„Aber, Herr Schatzhauser“, erwiderte Peter, „ich habe ja noch einen
Wunsch übrig; da könnte ich ja Verstand wünschen, wenn er mir so nötig
ist, wie I... | 2,194 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_533 | 370 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Obgleich seine Mutter schon seit dreißig Jahren in der
Köhlerhütte wohnte und an den Anblick berußter Leute so gewöhnt war als
jede Müllerin an das Mehlgesicht ihres Mannes, so war sie doch eitel
genug, sobald ihr Peter ein glänzenderes Los zeigte, ihren früheren
Stand zu verachten und sprach: „Ja, als Mutter eines Man... | 2,324 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_534 | 387 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Die einen
glaubten, er habe einen Schatz im Walde gefunden, die anderen meinten,
er habe eine Erbschaft getan, aber alle verehrten ihn jetzt und hielten
ihn für einen gemachten Mann, nur weil er Geld hatte. Verspielte er
doch noch an demselben Abend zwanzig Gulden, und nichtsdestominder
rasselte und klang es in seiner ... | 2,313 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_535 | 393 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | „Was tu’
ich nun mit Pferd und Wägelchen?“ rief er. „Was nutzt mir die Hütte und
all mein Glas? Selbst als ich noch ein elender Köhlersbursch war, lebte
ich froher und hatte keine Sorgen. Jetzt weiß ich nicht, wann der
Amtmann kommt und meine Habe schätzt und versteigert, der Schulden
wegen!“
„So?“ entgegnete das Glas... | 1,668 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_536 | 275 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Denn eines Sonntags kam er
angefahren ans Wirtshaus, und die Leute streckten die Köpfe durch die
Fenster, und der eine sagte, da kommt der Spielpeter, und der andere,
ja, der Tanzkaiser, der reiche Glasmann, und ein dritter schüttelte den
Kopf und sprach: „Mit dem Reichtum kann man es machen, man sagt
allerlei von sein... | 2,341 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_537 | 393 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Erschrocken ließ er das Geld fallen, das er schon eingezogen hatte. Aber der dicke Ezechiel sah den Waldmann nicht, sondern verlangte, der
Spielpeter sollte ihm zehn Gulden vorstrecken zum Spiel; halb im Traum
fuhr dieser mit der Hand in die Tasche, aber da war kein Geld, er
suchte in der anderen Tasche, aber auch da f... | 2,209 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_538 | 378 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Man hörte einen Wagen anfahren, mehrere Stimmen riefen
nach Licht, es wurde heftig an das Hoftor gepocht, und dazwischen
heulten mehrere Hunde. Die Kammer, die man dem Fuhrmann und den
Handwerksburschen angewiesen hatte, ging nach der Straße hinaus; die
vier Gäste sprangen auf und liefen dorthin, um zu sehen, was
vorge... | 2,388 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_539 | 387 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Der Jäger wurde sehr besorgt, als er dies hörte; er belehrte den jungen
Mann, daß die Damen, eine Gräfin und ihre Kammerfrau, anfänglich die
ganze Nacht durch haben fahren wollen; aber etwa eine halbe Stunde von
dieser Schenke sei ihnen ein Reiter begegnet, der sie angerufen und
gefragt habe, wohin sie reisen wollten. ... | 2,090 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_540 | 346 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Da sprach der Zirkelschmied: „Um wach zu
bleiben, wäre es wohl das beste, wir machten es wieder wie zuvor; wir
erzählten nämlich, was wir von allerlei Geschichten wissen, und wenn
der Herr Jäger nichts dagegen hat, so könnten wir weiter fortfahren.“
Der Jäger aber hatte nicht nur nichts dagegen einzuwenden, sondern um
... | 2,374 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_541 | 399 |
6640-0-2 | Gutenberg | 9,983 | Deine Mutter aber, sie
ist jetzt zwölf Jahre tot, deine Mutter glaubte so fest daran als an
den Koran; ja, sie hat mir in einer einsamen Stunde, nachdem ich ihr
geschworen, es niemand als ihrem Kinde zu entdecken, vertraut, daß sie
selbst von ihrer Geburt an mit einer Fee in Berührung gestanden habe. Ich habe sie deswe... | 2,390 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_542 | 390 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | Das Neue einer solchen Reise und die mancherlei niegesehenen
Gegenstände, die sich ihm aufdrängten, zerstreuten ihn anfangs; als man
sich aber der Wüste näherte und die Gegend immer öder und einsamer
wurde, da fing er an, über manches nachzudenken und unter anderem auch
über die Worte, womit ihn Benazar, sein Vater, en... | 2,289 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_543 | 377 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | Da aber der Geist des jungen
Mannes schon den ganzen Tag nur mit einem Gegenstand beschäftigt war,
so geschah es, daß man bald auf das geheimnisvolle Reich der Feen zu
sprechen kam, und endlich fragte Said den Alten geradezu, ob er glaube,
daß es Feen, gute oder böse Geister geben könne, welche den Menschen
beschützen ... | 2,429 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_544 | 397 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | In diesem
furchtbaren Augenblick fiel Said, der immer unter den Vordersten wacker
gestritten hatte, sein Pfeifchen ein, er zog es schnell hervor, setzte
es an den Mund, blies und—ließ es schmerzlich wieder sinken; denn es
gab auch nicht den leisesten Ton von sich. Wütend über diese grausame
Enttäuschung, zielte er und ... | 2,339 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_545 | 379 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | Endlich sah man in der Ferne Bäume und Zelte; als sie näher kamen,
strömte ein ganzer Schwall von Kindern und Weibern entgegen; aber kaum
hatten diese einige Worte mit den Räubern gewechselt, als sie in ein
schreckliches Geheul ausbrachen und alle nach Said hinblickten, die
Arme gegen ihn aufhoben und Verwünschungen au... | 2,455 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_546 | 393 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | „Ja, Herr, er hat Almansor im offenen Kampfe getötet“, sprach einer von
den Gefragten. „Dann hat er nicht mehr und nicht minder getan, als wir selbst getan
haben würden“, versetzte Selim, „er hat seinen Feind, der ihm Freiheit
und Leben rauben wollte, bekämpft und erschlagen; drum löset schnell
seine Bande!“
Die Männe... | 2,374 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_547 | 378 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | Da sprach eines Tages Selim zu ihm: „Ich hatte gehofft, du werdest mir
vielleicht den Sohn ersetzen, der durch deine Hand umgekommen ist; an
dir und mir liegt nicht die Schuld, daß es nicht sein konnte; alle sind
gegen dich erbittert, und ich selbst kann dich in Zukunft nicht mehr
schützen; denn was hilft es dir oder m... | 1,984 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_548 | 318 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | „Hier ist die Stelle“, sprach einer, „hier griffen wir die Karawane an,
und hier fiel der tapferste Mann von der Hand eines Knaben.“
„Der Wind hat die Spuren seines Pferdes verweht“, fuhr ein anderer
fort, „aber ich habe sie nicht vergessen.“
„Und zu unserer Schande soll der noch leben und frei sein, der Hand an
ihn ... | 2,293 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_549 | 394 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | Said flehte sie um Barmherzigkeit an, er versprach ihnen schreiend ein
großes Lösegeld; aber lachend schwangen sie sich auf und jagten davon. Noch einige Augenblicke lauschte er auf die leichten Tritte ihrer
Rosse, dann aber gab er sich verloren. Er dachte an seinen Vater, an
den Gram des alten Mannes, wenn sein Sohn n... | 2,357 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_550 | 387 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | Der Jüngling dankte ihm
für sein Leben, denn er sah wohl ein, daß er ohne die Dazwischenkunft
dieses Mannes elend hätte sterben müssen; und da er weder Mittel hatte,
sich selbst fortzuhelfen, noch willens war, zu Fuß und allein durch die
Wüste zu wandern, so nahm er dankbar einen Sitz auf einem der schwer
beladenen Kam... | 2,102 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_551 | 339 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | Daher kommt es aber auch, daß man in keiner Stadt nachts so höflich
gegen jeden Narren ist, auf den man stößt, wie in Bagdad; denn es
könnte ebensogut der Kalif wie ein schmutziger Araber aus der Wüste
sein, und es wächst Holz genug, um allen Menschen in und um Bagdad die
Bastonade zu geben.“
So sprach der Kaufmann, u... | 2,159 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_552 | 373 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | Ich weiß, daß in Balsora alle reichen Leute Kaufleute
sind, habe schon mit allen gehandelt und müßte von einem Benazar gehört
haben, und wenn er nur sechstausend Tomans im Vermögen hätte. Es ist
also entweder erlogen, daß du aus Balsora bist, oder dein Vater ist ein
armer Schlucker, dessen hergelaufenem Jungen ich kein... | 2,455 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_553 | 399 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | Ihr mögt in Eurem Basar freilich nicht
wissen, was ein einzelner vermag, wenn er in den Waffen geübt ist. Aber
Ihr habt mir das Leben gerettet, und ich danke Euch. Was wollt Ihr denn
aber jetzt mit mir beginnen? Wenn Ihr mich nicht unterstützet, so muß
ich betteln, und ich mag keinen meinesgleichen um eine Gnade anfleh... | 2,343 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_554 | 396 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | Er zeigte Said alle Schals und Schleier und andere Waren,
womit er handelte, und wies ihm seinen besonderen Dienst an. Dieser
bestand darin, daß Said, angekleidet wie ein Kaufmannsdiener und nicht
mehr im kriegerischen Schmuck, in der einen Hand einen Schal, in der
anderen einen prachtvollen Schleier, unter der Türe de... | 2,442 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_555 | 390 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | „Aber dort steht ja noch solch ein
junger Müßiggänger, komm, junger Bursche, nimm meinen Pack und trag ihn
mir nach!“
„Halt, halt!“ schrie Kalum-Beck. „Das ist mein Aushängeschild, mein
Ausrufer, mein Magnet! Der darf die Schwelle nicht verlassen!“
„Was da!“ erwiderte die alte Dame und steckte Said ohne weiteres ihre... | 2,431 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_556 | 390 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | „Aber gnädigste
Fee, lasset einen tüchtigen Nordostwind an Euren Wolkenwagen spannen,
nehmet mich auf und fährt mich in ein paar Minuten nach Balsora zu
meinem Vater; ich will dann die sechs Monate bis zu meinem zwanzigsten
Jahre geduldig dort ausharren.“
Die Fee lächelte. „Du hast eine gute Weise, mit uns zu sprechen... | 2,329 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_557 | 378 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | Wenn Ihr nun bewirken könntet, daß ich alle Wochen ein
Pferd, Kleider und Waffen haben könnte und daß man mein Gesicht nicht
so leicht erkennte—“
„Das ist ein Wunsch, wie ihn ein edler junger Mann wohl wagen darf“,
sprach die Fee, „der Vater deiner Mutter war der tapferste Mann in
Syrien, und sein Geist scheint sich a... | 2,366 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_558 | 394 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | Zum schönen Ladendiener wollet
ihr, um Schleier zu kaufen? Nun tretet nur ein, hier ist sein Gewölbe.“
Der eine dieser Männer lachte über Kalums kleine und häßliche Gestalt
und seine Behauptung, daß er der schöne Ladendiener sei; der andere
aber glaubte, Kalum wolle sich über ihn lustig machen, blieb ihm nichts
schuld... | 1,962 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_559 | 314 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | „O du Stern aller Ladendiener, du Krone des Basars!“ rief Kalum, als er
seinen Diener in den Laden führte, „wahrlich, das heiße ich zu rechter
Zeit kommen, das nenne ich die Hand ins Mittel legen; lag doch der
Bursche auf dem Boden, als ob er nie auf den Beinen gestanden wäre, und
ich—ich hätte keinen Barbier mehr gebr... | 2,267 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_560 | 388 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | Außer einem Turban vom feinsten
Gewebe mit einer Agraffe von Diamanten und hohen Reiherfedern, einem
Kleid von schwerem rotem Seidenzeug, mit silbernen Blumen durchwirkt,
fand Said einen Brustpanzer von silbernen Ringen, der so fein
gearbeitet war, daß er sich nach jeder Bewegung des Körpers schmiegte,
und doch zugleic... | 2,455 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_561 | 388 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | Die Tapfersten seiner Gegenpartei besiegte
er, und am Schluß der Spiele war er so allgemein als Sieger anerkannt,
daß einer der Brüder des Kalifen und der Sohn des Großwesirs, die auf
Saids Seite gekämpft hatten, ihn baten, auch mit ihnen zu streiten. Ali, der Bruder des Kalifen, wurde von ihm besiegt, aber der Sohn de... | 2,205 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_562 | 357 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | Es war ein sonderbarer Zufall, daß derjenige der jungen Männer, welcher
Said-Almansor mit den grimmigsten Blicken betrachtete und am
feindseligsten gegen ihn gesinnt schien, niemand anders war als der
Mann, den er vor einiger Zeit bei Kalum-Becks Bude niedergeworfen
hatte, als er gerade im Begriff war, dem unglückliche... | 2,417 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_563 | 381 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | Heute nacht muß er unser sein, aber es darf ihm
kein Leid geschehen.“
„Ich denke, das beste ist“, sprach der erste, „wir werfen ihm eine
Schlinge über den Kopf; töten dürfen wir ihn nicht; denn für seinen
Leichnam würden sie ein geringes Lösegeld geben, und überdies wären wir
nicht sicher, es zu bekommen.“
„Also eine... | 2,377 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_564 | 390 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | Sogleich zog er seine Damaszenerklinge und stürzte sich mit dem Ruf:
„Nieder mit den Feinden des großen Harun!“ auf die Räuber, streckte mit
dem ersten Hieb einen zu Boden und drang dann auf zwei andere ein, die
eben im Begriff waren, einen Mann, um welchen sie einen Strick geworfen
hatten, zu entwaffnen. Er hieb blind... | 2,213 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_565 | 374 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | „Junger Mann“, sprach er,
„mein Herr, der Kalif, kann dich zu allem machen, wozu er will, selbst
zu meinem Nachfolger, ich selbst kann wenig tun, und was ich tun kann,
geschieht heute besser als morgen; drum nimm diesen Beutel. Das soll
meinen Dank übrigens nicht abkaufen. So oft du irgendeinen Wunsch hast,
komm getros... | 2,278 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_566 | 371 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | Said saß vor
einer Karawanserei und besprach sich ganz ruhig mit einem Kaufmann, den
er da gefunden, über eine Reise nach Balsora, seiner Vaterstadt; da
fielen plötzlich einige Männer über ihn her und banden ihm trotz seiner
Gegenwehr die Hände auf den Rücken. Er fragte sie, was sie zu dieser
Gewalttat berechtige, und ... | 2,436 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_567 | 386 |
6640-0-3 | Gutenberg | 9,950 | Man brachte ihn in ein finsteres und feuchtes Gefängnis; neunzehn
elende Menschen lagen dort auf Stroh umher und empfingen ihn als ihren
Leidensgefährten mit rohem Gelächter und Verwünschungen gegen den
Richter und den Kalifen. So schrecklich sein Schicksal vor ihm lag, so
fürchterlich der Gedanke war, auf eine wüste I... | 2,319 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_568 | 373 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | Kaum hatte er sich
mit leichterem Atem umgesehen, ob er nicht irgendwo Land erspähen
könnte, als der Mast unter ihm sich auf eine sonderbare Weise
auszudehnen und zu bewegen anfing, und zu seinem nicht geringen
Schrecken nahm er wahr, daß er nicht mehr auf Holz, sondern auf einem
ungeheuren Delphin reite; nach einigen ... | 2,400 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_569 | 394 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | Zugleich eilten einige Diener die
Treppe hinab und baten im Namen ihres Herrn, zu ihm hinaufzukommen, und
boten ihm trockene Kleider an. Er kleidete sich schnell um und folgte
dann den Dienern auf das Dach, wo er drei Männer fand, von welchen der
größte und schönste ihm freundlich und huldreich entgegenkam. „Wer bist
d... | 2,033 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_570 | 338 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | Folge mir nach
Bagdad, bleibe in meiner Umgebung und sei einer meiner vertrautesten
Beamten; denn wahrlich, du hast in jener Nacht gezeigt, daß dir Harun
nicht gleichgültig sei, und nicht jeden meiner treuesten Diener möchte
ich auf gleiche Probe stellen!“
Said dankte dem Kalifen; er versprach ihm, auf immer bei ihm z... | 2,324 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_571 | 380 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | „In einer halben Stunde möge
dein Herr Vetter mit seinem Gegner in den Gerichtssaal treten!“
Als Messour dankend gegangen war, sprach Harun: „Das ist niemand anders
als dein Vater, Said, und da ich nun glücklicherweise alles, wie es
ist, erfahren habe, will ich richten wie Salomo. Du, Said, verbirgst
dich hinter dem V... | 1,937 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_572 | 311 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | Aber hört diesen unsinnigen Menschen; wie ich ihm nun weiter
erzählte, daß sein Sohn bei mir gedient habe, daß er schlechte Streiche
gemacht, gestohlen habe und davongegangen sei, will er es nicht
glauben, hadert schon seit einigen Tagen mit mir, fordert seinen Sohn
und sein Geld zurück, und beides kann ich nicht geben... | 2,279 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_573 | 364 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | Doch dieser rief mit verstelltem Erstaunen: „Beim Bart des Propheten! Der Beutel soll dein sein, du Hund? Mir gehörte dieser Beutel, und ich
gab ihn, mit hundert Goldstücken gefüllt, einem braven jungen Mann, der
mich aus einer großen Gefahr befreite.“
„Kannst du darauf schwören?“ fragte der Kalife. „So gewiß, als ich... | 2,245 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_574 | 351 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | „Auf zehn
Jahre verbanne ich dich auf eine wüste Insel mitten im Meere, da kannst
du über Gerechtigkeit nachdenken, und du, elender Mensch, der du
Sterbende erweckst, nicht um sie zu retten, sondern um sie zu deinen
Sklaven zu machen, du zahlst, wie schon gesagt, tausend Tomans, weil du
sie versprochen, wenn Said käme,... | 2,297 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_575 | 383 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | Es wurde in die neue Kirche eine Glocke
gegossen, und wir Jungen und Gesellen mußten die ganze Nacht am Herd
sitzen und das Feuer hüten. Wir glaubten nicht anders, als der Meister
werde sein Mutterfäßchen anstechen und uns den besten Wein vorsetzen. Aber nicht also. Er ließ nur alle Stunden einen Umtrank tun und fing
a... | 2,250 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_576 | 365 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | „Wenn einer zugehört hat, der dem
lächerlichen Glauben an Gespenster ergeben ist, wird er sich nicht
grauen, wenn er allein ist und im Dunkeln? Wird er nicht an alles das
Schauerliche denken, was er gehört? Ich kann mich noch heute über diese
Gespenstergeschichten ärgern, wenn ich an meine Kindheit denke. Ich war
ein m... | 1,771 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_577 | 296 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | Ich kann versichern,
daß ich brave, beherzte Männer gekannt habe, Jäger, die sich sonst vor
drei Feinden nicht fürchteten wenn sie nachts im Wald auf Wild lauern
sollten oder auf Wilddiebe, da gebrach es ihnen oft plötzlich an Mut;
denn sie sahen einen Baum für ein schreckliches Gespenst, einen Busch
für eine Hexe und ... | 2,414 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_578 | 383 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | Da sagte einer von den jungen Leuten: „Wenn du dies
glaubst, so wirst du dich auch nicht vor ihm fürchten; sein Grab ist
nur zwei Schritte von Käthchens, die letzthin gestorben. Wage es
einmal, gehe hin auf den Kirchhof, brich von Käthchens Grab eine Blume
und bringe sie uns, so wollen wir glauben, daß du dich vor dem ... | 2,270 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_579 | 392 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | „So hat das arme Kind auch an diesem Köhlerglauben sterben müssen“,
sagte der junge Goldarbeiter, „mir fällt da eine Sage bei, die ich euch
wohl erzählen möchte und die leider mit einem solchen Trauerfall
zusammenhängt“:
Die Höhle von Steenfoll
Eine schottländische Sage
Auf einer der Felseninseln Schottlands lebt... | 2,341 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_580 | 361 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | Dieser, dem alles, was Falke sagte,
für Evangelium galt, erzählte es seinen Nachbarn, und bald verbreitete
sich das Gerücht, Wilm Falke hätte sich entweder wirklich dem Bösen für
Gold verschrieben, oder hätte doch ein Anerbieten dazu von dem Fürsten
der Unterwelt bekommen. Anfangs zwar verlachte Falke diese Gerüchte, a... | 2,589 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_581 | 397 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | Was ihn aber noch tätiger
machte, war, daß, so oft er sich zur Ruhe niederlegte und seine Augen
sich zum Schlummer schlossen, etwas ihm ein Wort ins Ohr raunte, das er
zwar sehr deutlich zu vernehmen glaubte und das ihm jedesmal dasselbe
schien, das er aber niemals behalten konnte. Zwar wußte er nicht, was
dieser Umsta... | 2,251 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_582 | 364 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | „Großer Gott!“ schrie er, „das ist das Wort, das mich in
meinem Schlafe verfolgt! Was, um Himmels willen, mag es bedeuten?“
„Carmilhan!“ seufzte es noch einmal aus der Höhle herauf, als er schon
mit einem Fuß die Spalte verlassen hatte, und er floh wie ein
gescheuchtes Reh seiner Hütte zu. Wilm war indessen keine Memm... | 2,259 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_583 | 366 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | Die Person in demselben
zeigte sich jetzt als ein kleines, verschrumpftes, altes Männchen, das
in gelbe Leinwand gekleidet war und mit roter, in die Höhe stehender
Nachtmütze, mit geschlossenen Augen und unbeweglich wie ein
getrockneter Leichnam dasaß. Nachdem er es vergebens angerufen und
gestoßen hatte, wollte er ebe... | 2,267 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_584 | 372 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | Aber die Entdeckung, daß der böse Geist sich seinen Geiz zunutze zu
machen und mit Gold in seine Schlingen zu locken suchte, heilte den
verblendeten Fischer nicht, im Gegenteil, er meinte die Mitteilung des
gelben Männchens benützen zu können, ohne sich dem Bösen zu
überliefern, und indem er fortfuhr, an der öden Küste... | 2,419 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_585 | 373 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | Die Nachtwolken wälzten sich schwer vor dem rauhen
Abendwinde und türmten sich wie Eisberge im Maelstrom; tiefer Schatten
füllte die Schluchten zwischen dem Gebirge und den feuchten
Torfsümpfen, und die trüben Bette der Ströme blickten schwarz und
furchtbar wie Höllenschlünde. Falke ging voran, und Strumpf folgte,
scha... | 2,368 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_586 | 379 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | Nur bring’ ich nicht um deiner Seele
Seligkeit und laß mir das arme Tier leben!“
„Dann nimm die Axt und spalte mir den Kopf“, schrie Falke mit
verzweifeltem Tone, „ich gehe nicht von diesem Fleck, bis ich habe, was
ich verlange.—Kannst du die Schätze der Carmilhan für mich heben? Können deine Hände mehr erwerben als d... | 2,296 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_587 | 385 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | Sie
breiteten jene auf dem Boden aus, und Kaspar wickelte und band Falken,
so wie dieser es ihn geheißen, in derselben fest ein. Dann erst, als
dies geschehen war, brach der arme Mensch das lange Stillschweigen, und
indem er mitleidig auf seinen betörten Freund hinabblickte, fragte er
mit zitternder Stimme: „Kann ich n... | 2,512 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_588 | 399 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | Aber obgleich er sich wie von einem Todeskampfe
erschöpft fühlte und sehnlich wünschte, aus seiner Gefangenschaft
erlöst zu sein, so war doch der Zweck seines verzweifelten Strebens
noch nicht erreicht, und mit der verschwundenen unmittelbaren
Lebensgefahr kam auch die Habsucht mit all ihren Furien in seine Brust
zurüc... | 2,489 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_589 | 399 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | An ihrer Spitze waren mehrere Musikanten, dann mehrere
Seeleute, und hinter diesen kam ein großer, starker Mann in
altväterlicher, reich mit Gold besetzter Tracht, mit einem Schwert an
der Seite und einem langen, dicken, spanischen Rohr mit goldenem Knopfe
in der Hand. Ihm zur Seite ging ein Negerknabe, welcher seinem ... | 2,069 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_590 | 333 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | In der
Todesangst, die ihn jetzt ergriff, rief er, zu der Hauptperson
gewendet: „Im Namen dessen, dem Ihr dienet, wer seid Ihr? Und was
verlangt Ihr von mir?“
Der große Mann rauchte drei Züge, feierlicher als je, gab dann die
Pfeife seinem Diener und antwortete mit schreckhafter Kälte: „Ich bin
Aldret Franz Van der Sw... | 2,411 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_591 | 384 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | Kaspar eilte ihm nach, so schnell er’s vermochte, und fand
ihn schon auf dem Felsstück stehen, auf welchem er vormals gegen den
Sturm Schutz gefunden, und bereit, sich an dem Stricke in den
brausenden, schwarzen Schlund hinabzulassen. Als er fand, daß alle
seine Vorstellungen nichts über den rasenden Menschen vermochte... | 2,068 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_592 | 319 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | „Mitternacht ist längst vorüber“, sagte der Student, als der junge
Goldarbeiter seine Erzählung geendigt hatte, „jetzt hat es wohl keine
Gefahr mehr, und ich für meinen Teil bin so schläfrig, daß ich allen
raten möchte, niederzuliegen und getrost einzuschlafen.“
„Vor zwei Uhr morgens möcht’ ich doch nicht trauen“, ent... | 2,369 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_593 | 381 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | Denn
als sie sich um die Pfeiler der Treppe wandten, schrie der Jäger mit
starker Stimme: „Halt! Noch einen Schritt weiter, und ihr seid des
Todes. Spannet die Hahnen, Freunde, und gut gezielt!“
Die Räuber erschraken, zogen sich eilig zurück und berieten sich mit
den übrigen. Nach einer Weile kam einer davon zurück un... | 2,217 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_594 | 362 |
6640-0-4 | Gutenberg | 10,000 | Gebt uns“, fuhr er mit lauter Stimme
fort, „gebt uns eine halbe Stunde Waffenstillstand, um die Gräfin
vorzubereiten; sie würde, wenn sie es so plötzlich erfährt, den Tod
davon haben.“
„Zugestanden“, antwortete der Räuber und ließ zugleich den Ausgang der
Treppe mit sechs Männern besetzen. Bestürzt und verwirrt folgte... | 2,297 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_595 | 388 |
6640-0-5 | Gutenberg | 9,996 | Sie konnte den Gedanken nicht ertragen, daß ein fremder
Mensch für sie sich aufopfern sollte; sie dachte sich im Falle einer
späteren Entdeckung die Rache der Räuber, die ganz auf den
Unglücklichen fallen würde, schrecklich. Aber endlich siegten teils die
Bitten des jungen Menschen, teils die Überzeugung, im Falle sie
... | 2,446 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_596 | 383 |
6640-0-5 | Gutenberg | 9,996 | Zugleich befahlen sie, daß die übrigen Reisenden sich ruhig
verhalten sollten, wenn die Gräfin hinweggeführt werde Felix ließ den
Schleier nieder, der über seinen Hut gebreitet war, setzte sich in eine
Ecke, die Stirne in die Hand gestützt, und in dieser Stellung eines
tief Betrübten erwartete er die Räuber. Die Reisen... | 2,510 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_597 | 397 |
6640-0-5 | Gutenberg | 9,996 | Die Zahlung wird nicht angenommen, wenn sie nicht unter dem
Siegel der strengsten Verschwiegenheit von einem einzelnen Manne
hierhergebracht wird.“
Diese Szene wurde mit der gespanntesten Aufmerksamkeit von allen Gästen
der Waldschenke, am ängstlichsten wohl von der Gräfin beobachtet. Sie
glaubte jeden Augenblick, der... | 2,343 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_598 | 365 |
6640-0-5 | Gutenberg | 9,996 | Die Bedingung ist dabei, daß Sie nicht im mindesten über die Sache sich
bei der Obrigkeit beschweren noch ihre Hilfe nachsuchen, daß Sie das
Geld durch einen einzelnen Mann in die Waldschenke im Spessart
schicken; widrigenfalls ist mir mit längerer und harter Gefangenschaft
gedroht. Es fleht Sie um schleunige Hilfe an
... | 2,507 | gutenberg_chunkingprocessed_de-00000-of-00003-f8e581c008ccc7f2_599 | 398 |
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